Ratgeber · · Daniel Schmidheiny

Wochenplanung mit Schulkindern: zehn Minuten am Sonntag, weniger Diskussionen unter der Woche

Ämtli, Hausaufgaben, Training, Musikstunde: Unter der Woche ist bei Familien mit Schulkindern viel los. Ein kurzer gemeinsamer Blick auf die Woche nimmt viel Druck heraus. So kann das aussehen.

Die meisten Diskussionen drehen sich darum, wer wann was machen muss. «Muss ich heute den Tisch decken?» ist eine berechtigte Frage, wenn die Antwort nur im Kopf der Eltern steht.

Was immer gleich ist, nur einmal festlegen

Tisch decken, Zimmer aufräumen, Altpapier bündeln: Ämtli wiederholen sich. Legt sie einmal fest, mit Wochentag und Kind, und redet dann nicht mehr jede Woche darüber. Seltene Ämtli bekommen einen eigenen Rhythmus, zum Beispiel Bettwäsche wechseln jeden zweiten Samstag oder das Zimmer gründlich putzen am ersten Samstag im Monat.

In Schritte zerlegt, werden grosse Ämtli greifbarer. «Zimmer aufräumen» heisst konkret: Bett machen, Kleider versorgen, Boden frei. Kurze Punkte mit einem Verb funktionieren am besten.

Hausaufgaben gehören dem Kind

Hausaufgaben sind Sache der Kinder, also planen sie sie auch selbst. Das Kind trägt ein, was es aufbekommen hat und bis wann, und wählt selbst, an welchem Tag es die Aufgabe macht. Vor einer Prüfung plant es zwei oder drei kurze Lernblöcke statt eines langen Abends davor.

Zehn Minuten am Sonntag

Es reicht ein kurzer Blick auf die neue Woche, am Sonntagabend oder beim Frühstück am Montag:

  • Was steht fest? Training, Musikstunde, Besuch bei den Grosseltern.
  • Welche Hausaufgaben und Prüfungen kommen?
  • Wer übernimmt welches Ämtli, und wo braucht es diese Woche eine Ausnahme?
  • Worauf freuen wir uns?

Der letzte Punkt gehört dazu, damit die Woche nicht nur aus Pflichten besteht.

Wählen lassen

Wer mitentscheiden darf, macht lieber mit. Bietet für den Mittwochnachmittag zwei oder drei Möglichkeiten an, zum Beispiel Kuchen backen, einen Brief an die Grossmutter schreiben oder eine Velotour. Das Kind wählt eine davon.

Sterne für Sorgfalt

Sterne für erledigte Aufgaben, eingetauscht gegen Sackgeld oder Bildschirmzeit, wirken am besten, wenn sie Sorgfalt und Ausdauer belohnen. Ranglisten zwischen Geschwistern und verlorene Serien erzeugen dagegen Druck. Darum gibt es beides in Rondino nicht.

So hilft Rondino

Im Modus «Schulkinder» konzentriert sich Rondino auf genau diesen Alltag. Ämtli legt ihr unter «Wiederkehrend» an, wöchentlich, alle paar Wochen oder monatlich, auf Wunsch mit Checkliste. Hausaufgaben und Prüfungen tragen die Kinder selbst ein. Wahlaufgaben bieten mehrere Angebote für einen Tag an. Wer die Woche lieber auf Papier am Kühlschrank hat, druckt den Wochenplan als A4-Blatt pro Kind.

Fangt klein an: drei Ämtli pro Kind und die Hausaufgaben. Was sich bewährt, kommt dazu.

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